Ganz ist der iPhone-Hype auch an mir nicht vorüber gegangen aber anstelle des glorifizierten iPhones habe ich mal mit einem iPod Touch begonnen. Dieses Gerät ist in meinen Augen eine gute Möglichkeit das Konzept des iPhones und die Funktionen zu testen ohne sich die Kneppelung von zwei Jahren bei doch sehr teuren Tarifen einzufangen.
Nachdem ich ein Freund von ortsbezogenen Diensten (LBS) und allgemein GPS bin, war ich nicht schlecht beeindruckt als ich Google Maps auf dem iPhone gestartet habe und die Karte schnell und genau auf meine Wohnung zentriert wurde.
Man beachte: der iPod Touch verfügt weder über GSM, UMTS oder eine sonstige Mobilfunkverbindungen noch über GPS, was zur Lokalisierung verwendet werden könnte (Zellinfo oder Zelltriangulation bei Mobilfunk). GPS würde Indoor allerdings ebenso wenig funktionieren.
Die einzige Möglichkeit ist die Internetverbindung über das WLAN des Gerätes. Zuerst dachte ich aber fälschlicher Weise an eine Zusammenarbeit meines Internet-Providers mit Apple oder einem Drittanbieter. IP-Lokalisierung funktioniert aber maximal auf die Stadt genau. Nach kurzer Recherche war allerdings klar, dass das WLAN selbst die Lokalisierung macht. Nachdem ich die Flut der iPhone News bisher eher ignoriert hatte, habe ich dieses Detail bislang nicht beachtet.
Nach einer kurzen Diskussion im Büro hat ein Arbeitskollege kurzerhand den Chat von Skyhook Wireless genutzt und nachgefragt!
Demnach verfügt das Unternehmen über eine Datenbank mit 55 Mio. Access Points und ihren jeweiligen Positionen und können so die Position des iPods oder iPhones bestimmen. Das Unternehmen sammelt die Daten mithilfe von 500 Fahrern, die weltweit die größeren Städte abfahren und die WLANs mit Geo-Informationen hinterlegen.
Das iPhone oder der iPod meldet bei der Lokalisierung die umliegenden WLANs und Skyhook kann daraus die genau Position bestimmen. Eine Einwahl in die jeweiligen WLANs ist nicht notwendig, die MAC-Adresse des Routers genügt und die erhält man ja bereits durch den Broadcast der SSID.
Klingt recht einfach, ist es auch. Zu sehr sollte man aber auch nicht darauf vertrauen, wie Forscher der ETH Zürich gezeigt haben.
Jetzt stellt sich die berechtigte Frage warum nur das iPhone diese Technik nutzt. Das Tochterunternehmen Loki bietet diese Technik als Plugin für verschiedene Browser zum Nachrüsten an, außerdem gibt es Clients für Windows Mobile und S60.
Skyhook selbst bietet auch ein SDK für Drittanbieter. Eine besondere Anwendung ist EYE-FI, eine Speicherkarte, die weiß wo sie ist!
Das SDK kann laut Skyhook Wireless angeblich auf Windows Mobile, Symbian, Maemo, Windows Vista, XP, Mac OS X und Linux genutzt werden. Gelegenheit zur Validierung und vor allem was man damit machen kann hatte ich noch keine, vielleicht kann ich ja bald etwas darüber berichten.
Leider funktioniert auf meinem N95 die Anwendung für S60 nicht. Daher kann ich nicht sagen, was diese zu bieten hat.
Wie heute bekannt geworden ist, haben sich Nokia, Sony Ericsson, Motorola, NTT DoCoMo und einige weitere Branchengrößen zur Symbian Foundation zusammengetan um gemeinsam eine Plattform für mobile Software zu entwickeln bzw. die Betriebssysteme S60, UIQ und MOAP gemeinsam weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll das Ganze innerhalb von 2 Jahren unter Eclipse Public License 1.0 veröffentlicht und somit Open Source werden.
Ich werte diesen Schritt als eine Maßnahme um langfristig stabil gegen die diversen Linux mobile Betriebsysteme android, openMoko und LiMo, Apple mit dem iPhone und Windows Mobile Bestand zu haben.
Ich hoffe, dass sich dadurch der Wildwuchs der Handy-OS bald erledigt und Unternehmen und Entwickler bald auf einheitliche Standards und Entwicklungsumgebungen aufbauen können. Ich sehe dies als wichtigen Schritt um die mobile Technologie auf die nächste Evolutionsstufe bringen zu können und die neuen Möglichkeiten der breiten Maße mit akzeptablem Aufwand zugänglich zu machen.
zur Presseerklärung (auf Englisch)
Via futurezone
Location based services (LBS) werden schon lange als das nächste große Ding nach SMS gefeiert, ohne allerdings wirklich die Erwartungen erfüllt zu haben.
Den Erfolg von SMS werden sie nach wie vor nicht wirklich leicht erreichen können, allerdings verdichten sich in den letzten Monaten das sie doch endlich erwähnenswerten Einzug in die mobile Landschaft halten. Viele Hersteller, allen voran Nokia, statten ihre Vorzeige-Geräte mit GPS aus, immer mehr Dienste bieten LBS in irgendeiner Form, Start-ups werden gekauft, …

Letztes hat heute Nokia mit Plazes gemacht.
Plazes ist ein Service, bei dem man sagen kann was man wo macht. Anders als z.B. bei Twitter, steht allerdings der Standort im Mittelpunkt und man kann sehen was sich in der näheren Umgebung noch so befindet.
Ich muss allerdings zugeben, dass sich mir der Nutzen noch nicht so ganz erschlossen hat. Ich gehe aber davon aus, dass es hier auch einen Twitter-Effekt gibt und sich einem der Sinn erst erschließt, wenn man genug “Kontakte” hat. Bis jetzt nutze ich es allerdings so gut wie gar nicht und ich bin gespannt was Nokia daraus macht. Die Technologie und die Konzeption dahinter sehen allerdings sehr gut aus und hat auf jeden Fall Potenzial Nokia einen Mehrwert für LBS zu liefern.
Der Service kann durch eine Integration auf den Nokia-Handys usw. auch nur profitieren.
Via techcrunch
Aufgrund recht hoher Arbeitsbelastung komme ich derzeit nicht wirklich zum Schreiben qualifizierter und längerer Einträge, obwohl ich mehr als genug Themen im Kopf hätte. Deshalb heute mal ein Eintrag der mehr oder weniger direkt übernommen wurde.
Ich glaub es geht nicht nur mir so, dass der Blog von Heike Scholz die erste Anlaufstelle bei mobilen Themen im deutschsprachigen Raum ist. Sie hat im letzten Jahr auch von einer “one (wo)man show” zu einem Team-Blog gewechselt und kann dadurch noch mehr Vielfalt bieten.
Genug des Lobes für einen benachbarten Blog!
Inspiriert von der Web 2.0 Tagcloud von Kosmar, hat sie jetzt eine solche für die Mobile 2.0-Welt gefertigt und unter Creative Commons Licence veröffentlicht.
Die Begriffswolke ist ein guter Ausgangspunkt um den Einstieg in die Mobile 2.0 Welt zu erleichtern. Ausgehend von der Wolke kann man gut weitere Spezialanwendungen für die tiefere Beschäftigung finden.

Mit watchee gibt es nun, meines Wissens, die erste Anwendung die neben 8motions auf die freie Zellinformations-Datenbank OpenCellID zugreift.
watchee hat es sich zum Ziel gesetzt damit eine Friend-finder Anwendung anzubieten, die mit Hilfe von GPS oder eben Zellinformationen seine Buddies lokalisiert.
Die Idee eines Friend-Finder ist nicht wirklich neue, bietet aber doch einige ganz interessante Anwendungsfälle:
Jedoch finde ich, dass so ein Dienst für sich alleine kaum einen Sinn macht. Als Zusatzfunktion zu einem Social-Network, sieht die Sache anders aus. Dort habe ich schon meine “web-affinen” Kontakte, hier kann die Verknüpfung zum realen Standort die Pflege des Netzwerkes positiv unterstützen. Dies könnte auch der Grund sein, warum noch keines dieser Produkte wirklich Erfolg hatte, selbst die Bestrebungen der Mobilfunker verliefen im Sand.
Den Versuch Twitter mit so einem Dienst zu verknüpfen, gibt es mit twitxr und twittervision auch schon.
Generell bin ich schon etwas skeptisch, wenn es um das X-te social network geht und um nichts anderes handelt es sich dabei. Die Verknüpfung eines solchen Dienstes mit bestehenden, wäre hier viel spannender.
Man darf gespannt sein, ob die Bestrebungen von Google mit OpenSocial und Friend Connect auch mobile Anwendungen erlauben. Hoffentlich schon, aber nicht nur mit Android.
Via: 8motions