Welche Fernsehserie ist mein Handy?

October 17th, 2009   •   6 comments   

Für den heutigen Digiday09 habe ich mir als Opener eine Kategorisierung von Handyplattformen überlegt, die sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hat.

Ich wollte mit der Kategorisierung eigentlich nur einen lustigen Einstieg in die Materie erreichen, was zum Glück auch ganz gut gelungen ist. Leider scheinen sich dadurch einige Leute angegriffen gefühlt zu haben und daher möchte ich auf diesen Weg meine Einteilung etwas erklären und begründen.

Nokia

Die Schlagworte, die in meinen Augen den Marktführer aus Finnland am besten beschreiben sind:

  • Klassiker
  • immer etwas Neues
  • zuverlässig
Nokia - Die Simpsons

Nokia – Die Simpsons

Die Fernsehserie, auf die diese Tags am besten zutreffen sind “Die Simpsons”. Die gelbe Familie versteht es schon seit langem immer aktuelle Themen zu behandeln und eine super Performance abzuliefern.

Android

Für Android sind mir folgende Tags eingefallen:

  • Schweizer Taschenmesser
  • flexibel
  • offen
Android - MacGyver

Android – MacGyver

Bei Android war es für mich am leichtesten eine Serie zu finden: MacGyver, die Serie, in der mit einem Taschenmesser immer etwas Passendes gebastelt wurde.

iPhone

Meiner Meinung nach ist das iPhone:

  • Stylish
  • Urban
  • Multimedial
iPhone - Sex and the city

iPhone – Sex and the city

Auf welche Serie passen diese Tags besser als zu “Sex and the city”?

Die meisten Leute im Publikum haben diesen Vergleich zum Glück so aufgefasst, wie er gedacht war: Als Scherz und schlichte oberflächliche Betrachtung der Plattformen.

Anscheinend haben sich einige Zuhörer von meinem iPhone-Vergleich angegriffen gefühlt. Was mich einerseits verwundert, weil die Serie doch echt ein großer Erfolg war/ist, ich die dazugehörigen Attribute genannt habe und ich keinen Anspruch auf Ernsthaftigkeit erhoben habe. Vielleicht war es ein Fehler bei einem Publikum, dass geschätzt zu 50% aus iPhone-Besitzern besteht, einen solchenVergleich anzustellen. Wenn mich jetzt Apple verklagt, weil ich den Vergleich auf meinem Blog mache, würde ich es unter Umständen sogar verstehen, aber was stört die Leute an dem Vergleich? Ich habe ja als Tags nicht Oberflächlichkeit, Shopping, oä. genannt!

Ich würde es eher verstehen, wenn die Leute gemeint hätten, dass Windows Mobile, Blackberry, Samsung, Palm, etc. fehlen oder sich die anwesenden Nokia-Vertreter bei so einem Vergleich nicht wohl fühlen, aber warum regen sich die Endbenutzer auf?

Liebe Leute, bitte nehmt euch selbst nicht so ernst!

Almcamp – Barcamp auf der Alm

September 22nd, 2009   •   1 comment   

Diese und die nächste Woche stehen ganz im Zeichen von Web- und Mobileveranstaltungen in Österreich. Gestern konnten wir den MobileMonday #3 – Mobile Marketing Challenge gut über die Bühne bringen, am Samstag und Sonntag finden in Wien die A1 InnovationDays mit Mobilecamp statt, nächste Woche darf ich gemeinsam mit Helmut Hackl einen Digitalks zum Thema “Mobile Applikationen” gestalten.

Last, but not least gibt es im Maltatal ein Almcamp (Alm + Barcamp = Almcamp).

almcamp

Was ein Barcamp ist, ist auf den Seiten von Barcamp.at zu finden:

Ein BarCamp ist eine Ad-Hoc-Zusammenkunft entstanden aus dem Wunsch, in einer offenen Umgebung zu lernen und Wissen zu teilen. Es ist ein intensiver Event mit Diskussionen, Software-Demos und Vorträgen. Es gibt keine Zuhörer, nur Teilnehmer.

Ich freue mich schon wirklich auf einen regen Wissensaustausch auf der Alm. Wer mich kennt, wird sich jetzt auch nicht wundern, warum es mich zum Almcamp und nicht auf das MobileCamp zieht – Berge gehen immer vor Stadt. Vielleicht geht es sich ja aus und ich hänge mich am Sonntag noch in den Fallbach Klettersteig

Golfen in der Stadt

September 7th, 2009   •   no comments   

Ich muss gestehen, dass sich meine Golferfahrungen bislang auf das Umackern der Driving Ranch im Golfclub Loipersdorf beschränken. Jetzt gehe ich aber doch noch unter die Golfer, zumindest virtuell.

Anton Pirker, ein kompetenter und fähiger Programmierer aus dem schönen Rauris (lebt mittlerweile auch in Wien), verwandelt mit Urban Golf die Stadt zu einem Golfplatz. Er hat dieses Spiel für die zweite Ausgabe der Android Developer Challenge entwickelt und auch eingereicht.

In UrbanGolf your neigborhood is your golf course. Put the hole where you want or play on a random course and tee-off right where you’re standing. Your mobile phone becomes the golf club, your neigborhood the golf course, your bike the golf cart and your favorite bar the country club.

Das Spiel ist noch nicht im Android Market verfügbar. Anton sucht aber Beta-Tester für das Game. Ich habe ihn soeben kontaktiert und hoffe bald mein G1 schwingen zu können.

In Zukunft also Vorsicht vor tief fliegenden Android-Geräten!

Machen in Zukunft Browser mobile Apps unnötig?

September 3rd, 2009   •   6 comments   

Wie ich schon des öfteren angemerkt und im Artikel über Walled Gardens auch veröffentlicht habe, bin ich der Meinung, dass nicht für jeden Anwendungsfall eine mobile Applikation sinnvoll ist. Vor kurzem hat Vic Gundotra, Google Engineering Vizepräsident, bei einer Konferenz angemerkt, dass die Zukunft in Web-Apps zu suchen ist.

Das dieser Kommentar nicht an den Haaren herbeigezogen ist, beweist Google mit Google Latitude für das iPhone recht anschaulich. Der Dienst zeigt gut, wie weit man mittlerweile Telefonfunktionen innerhalb des Browsers nutzen kann und wie komfortabel sie auch zu bedienen sind. Bei Latitude, einem Dienst bei dem man seinen Freunden bekannt geben kann wo man sich gerade aufhält, wird von der Webapplikation auf den gegenwärtigen Standort (Zellinformation, WLAN-Positionierung oder GPS) zurückgegriffen.

Google Latitude am iPhone

Google Latitude am iPhone

Positionsbestimmung

Positionsbestimmung

Freunde

Freunde

Datenschutz

Datenschutz

Google Maps Menü

Google Maps Menü

Google Maps am iPhone mit Latitude

Google Maps am iPhone mit Latitude

Das ist nur möglich, weil der Browser (Safari) ab iPhone OS 3.0 auf die Positionsbestimmungsmethoden des Gerätes zugreifen kann und das an die Webapplikation weiterreicht. Firefox 3.5 bringt diese Möglichkeit auch auf den Desktop-PC bzw. Notebook und zeigt in meinen Augen ganz gut, wie die Zukunft der Browser aussehen wird. Auf mobilen Browsern macht die Position in meinen Augen noch mehr Sinn – das werden die verschiedenen Hersteller wohl über kurz oder lang auch so sehen.

Position in Firefox 3.5

Position in Firefox 3.5

Für die Entwickler von mobilen Diensten würde das eine deutliche Erleichterung und Kostenersparnis bringen, da nicht mehr für iPhone, Android, S60, Maemo, Java, Windows Mobile, usw. entwickelt werden müsste, sondern “nur” noch die Stylesheets und Skripte für den Zugriff auf diese Funktionen angepasst werden müssten. Ganz nebenbei würde man sich noch die “wird meine App zugelassen”-Angst ersparen und sie auch leichter updaten können, ohne die User gleich mit Updates bombardieren zu müssen.

Ich bin überzeugt, dass Browser in Zukunft auf weitere Kernfunktionen des Gerätes zurückgreifen werden und sich dann viele Dienste überlegen, noch eigene Applikationen zu entwickeln. Welchen Nutzen hat “TIME.com” wirklich, wenn sie als x-te Zeitung eine eigene iPhone-Applikation im App Store zur Verfügung stellt? Erreichen sie mit einer wirklich guten mobilen Version die zahlreichen Blackberrys, Nokias, etc. und natürlich die iPhones nicht genauso gut? Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass es mittlerweile zum guten Ton gehört, auch eine iPhone App zu haben.

Internet am Handy – wieviel Datenvolumen braucht man wirklich?

September 2nd, 2009   •   30 comments   

Ich werde des öfteren gefragt, welches Datenpaket als Zusatzoption zum normalen Handytarif gewählt werden sollte. Die Frage lässt sich natürlich nicht so einfach beantworten, hängt es doch schließlich von den Gewohnheiten bzw. den Wünschen der betreffenden Person ab.

download

Usertypen

  • Die BesitzerIn eines älteren Telefons wird in der Regel mit ca 100MB ihr Auslangen finden, wenn sie nur ihre Mails checken will, ab und zu Google Maps nach dem Weg fragen möchte, etwas twittert und hin und wieder verschiedene Webseiten aufsucht.
  • Die iPhone Heavy-UserIn wird mit 1GB gut beraten sein, um Apps zu laden, in einer lustigen Runde mal ein YouTube-Video zu zeigen, Musik oder Videopodcasts über iTunes downzuloaden und generell die Möglichkeiten dieses Gerätes voll ausnutzen zu können.

Natürlich gibt es noch viel mehr Usertypen, aber in den meisten Fällen kann man es auf mäßige und intensive Nutzung reduzieren. Bei mäßiger Nutzung reicht ein Paket zwischen 100 und 300MB, darüber würde ich 1GB empfehlen. In der Regel ist die Auswahl ohnehin auf die Staffelung der verfügbaren Pakete beschränkt.

Welcher Usertyp bin ich?

Ich habe mich für ein 3GB Zusatzpaket entschieden. 100MB sind bei meinem Tarif bereits enthalten und es standen Zusatzpakete mit 300MB (400MB gesamt) oder 3GB (3,1 GB gesamt) zur Auswahl. Als derzeitiger Nutzer eines T-Mobile G1 habe ich die sichere und auch nicht wirklich teure (3 € vs. 9 €) 3GB Version gewählt um komplett sorglos im Internet herumsurfen zu können. Jetzt – nach 3 Monaten – ist es an der Zeit, einmal Resümee zu ziehen und nachzusehen, wie viel ich wirklich von dem Paket verbrauche und ob das das Kleinere nicht auch genügen würde.

Monat Juni Juli August
Datenmenge 229,70MB 297,60MB 673,55MB

Welcher Nutzer bin ich?

Nachdem ich die meiste Zeit ohnehin vor meinem Notebook sitze und einen fixen Internetanschluss bzw. auch einen Datenstick nutze, gehe ich mit meinem Handy nicht so intensiv ins Internet wie man vielleicht meinen könnte. Android synchronisiert fleißig mit den Google Servern (Kontakte & Kalender, Gmail nutze ich nicht), meine Mailaccounts (zwei Accounts, die ich auch mobil abrufe) werden alle 15 Minuten gecheckt, Twidroid, Anwendungen aus dem Market, Google Maps, ab und an ein YouTube Video, ein wenig im Web surfen, GPS-Tracking und allerlei kleinere Tests und Updates.

Was ist im August passiert?

In der Tabelle hebt sich der August mit doppelt so intensiver Nutzung stark hervor. Was ist hier also passiert?

Die einzige Erklärung, die mir einfällt ist mein Experiment mit dem SenseUI und ein paar Livestreams mehr als in anderen Monaten. Immerhin bin ich echt froh, das große Zusatzpaket genommen zu haben. Die 274MB zuviel, wären mir sonst recht teuer gekommen.

0,15 € pro MB x 274MB = 41,10 €

Fazit

Zumindest in Österreich sind die Kosten für Datenpakete schon sehr akzeptabel. Deswegen kann man es sich auch leisten, lieber ein größeres Paket zu nehmen, um böse Überraschungen am Ende des Monats zu vermeiden. Wenn es nicht gerade die Staffelung der Pakete verhindert oder die Datendienste wirklich intensiv genutzt werden (z.B. um mit dem Notebook ins Web zu gehen, intensive Downloads, etc.), sollten 500MB-1GB aber in den meisten Fällen absolut ausreichend sein.

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