N96 – Spaziergang durch Wien mit Nokia viNe

December 16th, 2008   •   1 comment   

Meine derzeitige Lieblingsanwendung von Nokia ist Nokia viNe und ich habe damit einen Spaziergang durch den 1. Wiener Gemeindebezirk gemacht, um die GPS, Foto und Video-Eigenschaften des N96 zu testen.

Kurz gesagt, geht es bei der Anwendung um das Thema “Wo war ich und was hab ich dort gemacht?”
In diesem Sinne protokolliert die Anwendung alles, was während eines Weges gemacht wird. Dabei werden Fotos, Videos und die gehörten Songs an den jeweiligen Positionen auf der Strecke eingezeichnet.

Mancher mag sich fragen, wozu das gut sein soll, aber in Zeiten von Twitter, Facebook und Co. regiert der Exhibitionismus und man will seine Freunde, Bekannten, usw. ständig am Laufenden halten. Weshalb so eine Anwendung sicher auf Interesse stoßen wird. Außerdem kann eine City-Tour mit dieser Anwendung auch um einiges spannender präsentiert werden, wenn die Bilder auch noch im geografischen Kontext dargestellt sind.

Hier ein kurzer Blick auf die Anwendung:

Zum Starten/Tracken muss einfach “Record” gedrückt werden. Die Anwendung kann dann in Hintergrund gegeben werden und zeichnet trotzdem die Bild-, Audio-, Video-Ereignisse auf. Man kann das Ganze entweder gleich live streamen, oder den Track am Ende hochladen.

Hier beginnen auch die Probleme: das Live-Tracken macht im Grunde ziemlich wenig Sinn, da die Aktion weder über Twitter versendet wird oder sonst wo sichtbar ist. Man kann nur auf gut Glück auf das Sportstracker-Profil der Person gehen und würde dort dann den aktuellen Weg sehen.
Aber auch die Nutzung nach dem Upload ist nicht wirklich gut gelöst. Der Track ist nur innerhalb von Nokia Sportstracker verfügbar und kann nicht in die eigene Webseite oder Blog integriert werden. Das Einzige was man machen kann, ist den Pfad als .kml für Google Earth exportieren. Google Maps kann diese Datei übrigens ebenfalls anzeigen. Die Datei muss nur online gespeichert sein und dann kann man den Pfad in die Suchleiste bei Google Maps eingeben:


Größere Kartenansicht

Dieser Workaround ist einerseits nur eine sehr abgespeckte Nutzung der Daten; Bilder und Videos werden dabei nicht angezeigt, außerdem ist er wohl auch nicht für jeden User verständlich.

Was außerdem schwer zu kommunizieren sein wird, ist die Tatsache, dass die Daten unter Sportstracker zu finden sind. Warum legt man die beiden Dienste nicht gleich zusammen und kommuniziert nur noch einen Namen?

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Akkuverbrauch. Klarerweise zehrt eine ständig offene Datenverbindung und aktiviertes GPS gehörig am Akku. Dies führt neben dem ohnehin schwachbrüstigen Akku zu einer weiteren dramatischen Verkürzung der Erreichbarkeit und man schafft definitiv keinen ganztägige Stadtbesichtigung mit aktiviertem Tracking.

Die offene Datenverbindung ist auch ein eindeutiges Killer-Argument, warum man die Anwendung im Ausland nicht nutzen wird. Die Kosten für Datenroaming sind einfach zu unattraktiv und unübersichtlich, kaum jemand wird dafür eine hohe Telefonrechnung riskieren. Gerade dort würde so eine Anwendung meines Erachtens aber am meisten bringen, zuhause hält sich der Mehrwert doch etwas in Grenzen.

Nichtsdestotrotz macht die Anwendung Spaß und lässt auf bessere Integration und Nutzungsmöglichkeiten hoffen.

Den Spaziergang in voller Pracht kann man hier unter Sportstracker betrachten.

Die Bilder habe ich auch bei Ovi raufgestellt. Diese Gallery lässt sich super einbinden und man hat auch mehrere Varianten zur Auswahl:

Mobile Google Street View – Series 60

December 10th, 2008   •   no comments   

Auf dem iPhone funktioniert es seit Firmware 2.2 (in Englisch), jetzt kann man auch mit einem S60-Handy virtuell durch die Straßen gehen.

Die Einbindung von Street View in Google Maps Mobile ermöglicht noch realistischeres Navigieren durch eine unbekannte Stadt und das Erkunden von neuen Orten. Einem kurzer Ausflug auf den Times Square steht somit nichts mehr im Weg. Sofern an dem gewünschten Ort Street View schon vorhanden ist, in Österreich ist mir noch keine erfasste Stadt bekannt. Überhaupt sind die in Street View erfassten Gegenden in Europa noch Mangelware. Gut zu erkennen im Bild “Street View in Europa” anhand der blauen Markierungen.

Eine Wertung von Street View will ich hier bewußt nicht machen, auch wenn ich die Bedenken von Datenschützern gut nachvollziehen kann.

Via Google Mobile Blog (in Englisch)

Wikipedia trifft Panoramio trifft Android

November 11th, 2008   •   4 comments   

Mobilizy ist ein Salzburger Startup mit der genialen Idee Wikipedia-Artikel, welche mit Geo-Koordinaten versehen sind, mit Panoramio Fotos zu kreuzen und dann das Ganze auf Android Handsets verfügbar zu machen.

Idee ist so einfach wie genial, man betrachtet seine Umgebung durch das Handy und es werden Information und Bilder zu den relevanten Bauwerken und Plätzen eingeblendet. Das Produkt nennt sich Wikitude AR Travel Guide

Mobilizy

Hier ein Video, welches ziemlich gut zeigt worum es geht:

Es freut mich das es ein österreichisches Startup mit so einer guten Idee auch wirklich den verdienten Support bekommt und bei der Google Developer Challenge 2008 unter die Top50 gekommen ist.

Plazes von Nokia gekauft

June 23rd, 2008   •   1 comment   

Location based services (LBS) werden schon lange als das nächste große Ding nach SMS gefeiert, ohne allerdings wirklich die Erwartungen erfüllt zu haben.

Den Erfolg von SMS werden sie nach wie vor nicht wirklich leicht erreichen können, allerdings verdichten sich in den letzten Monaten das sie doch endlich erwähnenswerten Einzug in die mobile Landschaft halten. Viele Hersteller, allen voran Nokia, statten ihre Vorzeige-Geräte mit GPS aus, immer mehr Dienste bieten LBS in irgendeiner Form, Start-ups werden gekauft, …

Plazes Logo

Letztes hat heute Nokia mit Plazes gemacht.

Plazes ist ein Service, bei dem man sagen kann was man wo macht. Anders als z.B. bei Twitter, steht allerdings der Standort im Mittelpunkt und man kann sehen was sich in der näheren Umgebung noch so befindet.

Ich muss allerdings zugeben, dass sich mir der Nutzen noch nicht so ganz erschlossen hat. Ich gehe aber davon aus, dass es hier auch einen Twitter-Effekt gibt und sich einem der Sinn erst erschließt, wenn man genug “Kontakte” hat. Bis jetzt nutze ich es allerdings so gut wie gar nicht und ich bin gespannt was Nokia daraus macht. Die Technologie und die Konzeption dahinter sehen allerdings sehr gut aus und hat auf jeden Fall Potenzial Nokia einen Mehrwert für LBS zu liefern.

Der Service kann durch eine Integration auf den Nokia-Handys usw. auch nur profitieren.

Via techcrunch

Wo sind meine Freunde?

May 15th, 2008   •   no comments   

Watchee

Mit watchee gibt es nun, meines Wissens, die erste Anwendung die neben 8motions auf die freie Zellinformations-Datenbank OpenCellID zugreift.

watchee hat es sich zum Ziel gesetzt damit eine Friend-finder Anwendung anzubieten, die mit Hilfe von GPS oder eben Zellinformationen seine Buddies lokalisiert.

Die Idee eines Friend-Finder ist nicht wirklich neue, bietet aber doch einige ganz interessante Anwendungsfälle:

  • kurzfristiges Treffen mit Freunden, weil sie in der Nähe sind
  • Wo sind meine Kinder? (Halte ich Persönlich für unnötig!)
  • Lost? Wo bin ich? z.B. in einer fremden Stadt

Jedoch finde ich, dass so ein Dienst für sich alleine kaum einen Sinn macht. Als Zusatzfunktion zu einem Social-Network, sieht die Sache anders aus. Dort habe ich schon meine “web-affinen” Kontakte, hier kann die Verknüpfung zum realen Standort die Pflege des Netzwerkes positiv unterstützen. Dies könnte auch der Grund sein, warum noch keines dieser Produkte wirklich Erfolg hatte, selbst die Bestrebungen der Mobilfunker verliefen im Sand.

Den Versuch Twitter mit so einem Dienst zu verknüpfen, gibt es mit twitxr und twittervision auch schon.

Generell bin ich schon etwas skeptisch, wenn es um das X-te social network geht und um nichts anderes handelt es sich dabei. Die Verknüpfung eines solchen Dienstes mit bestehenden, wäre hier viel spannender.

Man darf gespannt sein, ob die Bestrebungen von Google mit OpenSocial und Friend Connect auch mobile Anwendungen erlauben. Hoffentlich schon, aber nicht nur mit Android.

Via: 8motions

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