Offizieller Start für das G1 in Österreich

January 20th, 2009   •   1 comment   

Gestern gab es in den einschlägigen Blogs und Medien ja viel über das G1 zu berichten und offiziell zu verlautbaren. In Deutschland wird es ab 2. Februar erhältlich sein. In Österreich wird man sich das Gerät bereits am 30. Jänner besorgen können.

G1 Home Screen

Zudem wird auch der Android Market, durch den das G1 erst so richtige seine Stärke ausspielen kann, für einige europäische Länder (Englisch) angepasst.

Der Erfolg des App Store für das iPhone – der gerade eben die Marke von 500 Millionen Downloads (Englisch) durchbrochen hat – zeigt, wie wichtig die Möglichkeit der Erweiterung durch Software in einem modernen Mobiltelefon mittlerweile geworden ist. Einen kritischen Blick darauf habe ich ja bereits vor einiger Zeit geworfen.

Bereits jetzt finden sich sehr interessante und nützliche Anwendungen im Android Market, meine persönlichen Highlights sind derzeit:

  • Wikitude: zum Entdecken von neuen Orten und Plätzen, die in Wikipedia angelegt sind
  • Twidroid: zum Twittern vom G1 aus
  • Skype: für den schnellen Chat zwischendurch, leider sind im Moment nur Textnachrichten möglich
  • Shazam: erkennt Musik, indem man das Telefon einfach zum Lautsprecher hält
  • QypeRadar: als begeisterter Qype-User finde ich damit immer und überall gute Empfehlungen zu Restaurants, Lokalen und anderen Plätzen
  • PostBot: erlaubt mir Einträge für meine Blogs direkt vom G1 zu schreiben
  • The Weather Channel: damit behalte ich das Wetter im Auge und ob es sich auszahlt, nach Schladming zum Snowboarden bzw. Skifahren zu fahren
  • Greed: Damit kann ich die neuesten Nachrichten aus meinem Google Reader ganz bequem auch am Handy lesen
  • Steel: ein alternativer Browser, der etwas anders daherkommt und zeigt wohin die Android-Reise hingehen wird
  • Voice Recorder: zum Aufnehmen von Sprachnotizen
  • Compass: Ein Kompass. Nicht weil ich ihn brauche, sondern weil es einfach geht!

Die Liste ist auf keinem Fall vollständig und wird morgen schon wieder ganz anders aussehen. Genau das ist aber der große Vorteil des G1. Man kann dieses Gerät nach Lust und Laune erweitern, anpassen, auf vorübergehende Bedürfnisse eingehen usw.

Genau darin liegt für mich auch der große Nutzen eines freien Systems und eines gut zu bedienenden Marktplatzes, in dem man unkompliziert neue Software findet und installieren kann.

Bei den ganzen Neuigkeiten gestern ist fast etwas untergegangen, was mich persönlich sehr begeistert: Unter dem Projektnamen “Cupcake” befinden sich neue Features für Android in Entwicklung, die auch auf das G1 als Firmwareupdate kommen werden und zusätzliche Funktionen wie:

  • On-Screen Tastatur
  • Video-Aufnahme und Playback
  • Copy & Paste im Browser
  • Suchfunktion im Browser
  • Taskmanager

Das mögen jetzt alles Funktionen sein, die ohnehin selbstverständlich sein sollten. Das iPhone beispielsweise kann einiges davon aber auch in der 2. Generation und nach unzähligen Firmware-Updates noch nicht. (nur um die iPhone-Jünger mal auf den Boden der Tatsachen zu holen)

Wichtiger ist mir allerdings aufzuzeigen, dass es Android erlaubt, nachträglich umfassende Funktionen nachzulegen. Dadurch bleibt das gekaufte Gerät länger auf aktuellem Stand.

Gemeinsam mit weiteren österreichischen Bloggern (Georg, Helge, Luca, Martin, Max, Michael, Ritchie und Robert) darf ich das T-Mobile G1 ja bereits vorab testen und es wird noch einige Berichte und Reviews zu diesem Gerät hier geben. Alle unsere Beiträge gesammelt findet ihr übrigens unter mobileblogger.at. Dort kann man sich auch noch um einen freien Blogger-Platz bewerben.

Mobiler Preisvergleich

January 12th, 2009   •   3 comments   

Preisvergleichsportale gibt es ja genug, als Österreicher nutze ich jedoch fast ausschließlich Geizhals. Was mich dabei aber schon seit längerem stört, ist die Tatsache das ich den Preisvergleich nicht mobil nutzen kann.

Was ich gefunden habe, ist eine Kooperation von Geizhals mit ONE (jetzt Orange). Die Lösung wurde 2004 eingeführt und ist eigentlich nur eine SMS-Abfrage über eine Mehrwertnummer. Getestet habe ich dieses Angebot allerdings nie.

Eine mobile Version von Geizhals gibt es meines Wissens nicht. Wenn jemand eine kennt, bitte in den Kommentaren bekannt geben.

Das es einen Bedarf am Preisvergleich vor Ort gibt, ist eigentlich aufgelegt. Wenn Konzerne mit Sprüchen wie “Geiz ist geil” oder “Blödmann” werben, haben sie es auch nicht besser verdient als das jemand vor Ort das Handy zückt und wirklich den Vergleich macht. Der Service und die Beratung überzeugt in diesen Geschäften ja auch selten.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Mobile Preisvergleiche bekommen schön langsam Schwung und man liest von Standortbezogenen Preisvergleichsdiensten (Englisch) und Preisvergleich am T-Mobile G1 mit ShopSavvy. guenstiger.de bietet schon eine mobile Version, idealo.de ebenfalls.

Bei meinem Berlin-Aufenthalt hatte ich zufällig das Vergnügen die Leute hinter barcoo kennenzulernen. Sie haben es sich zum Ziel gemacht Produkte über ihren Barcode vergleichbar zu machen. Sie bieten dazu einerseits eine mobile Webseite an und arbeiten darüber hinaus an einer mobilen Software, die handelsübliche Barcodes ausliest und dann die Ergebnisseite im Browser öffnet.

Aus Rücksicht gegenüber den Entwicklern gebe ich hier nicht die URL und Downloadmöglichkeit bekannt.

Am Freitag hatte ich die Ehre das Angebot vorab zu testen und mein Feedback einzubringen. Das Ergebnis ist schon sehr vielversprechend. Die Integration von weiteren Diensten steht bevor und sie haben bereits sehr gute Ansätze um sich von bestehenden Angebote wie den mobilen Versionen von idealo.de oder guenstiger.de zu unterscheiden. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass sie ihre Technologie auch als White-Label-Lösung an diese Anbieter verkaufen könnten.

Zumindest bei Geizhals würde ich mir so eine Lösung wünschen, da sie noch kein ernst zu nehmendes mobiles Angebot haben, sich mit barcoo die Entwicklung sparen könnten und sofort einen Mehrwert gegenüber der deutschen Mitbewerber hätten.

N96 – Spaziergang durch Wien mit Nokia viNe

December 16th, 2008   •   1 comment   

Meine derzeitige Lieblingsanwendung von Nokia ist Nokia viNe und ich habe damit einen Spaziergang durch den 1. Wiener Gemeindebezirk gemacht, um die GPS, Foto und Video-Eigenschaften des N96 zu testen.

Kurz gesagt, geht es bei der Anwendung um das Thema “Wo war ich und was hab ich dort gemacht?”
In diesem Sinne protokolliert die Anwendung alles, was während eines Weges gemacht wird. Dabei werden Fotos, Videos und die gehörten Songs an den jeweiligen Positionen auf der Strecke eingezeichnet.

Mancher mag sich fragen, wozu das gut sein soll, aber in Zeiten von Twitter, Facebook und Co. regiert der Exhibitionismus und man will seine Freunde, Bekannten, usw. ständig am Laufenden halten. Weshalb so eine Anwendung sicher auf Interesse stoßen wird. Außerdem kann eine City-Tour mit dieser Anwendung auch um einiges spannender präsentiert werden, wenn die Bilder auch noch im geografischen Kontext dargestellt sind.

Hier ein kurzer Blick auf die Anwendung:

Zum Starten/Tracken muss einfach “Record” gedrückt werden. Die Anwendung kann dann in Hintergrund gegeben werden und zeichnet trotzdem die Bild-, Audio-, Video-Ereignisse auf. Man kann das Ganze entweder gleich live streamen, oder den Track am Ende hochladen.

Hier beginnen auch die Probleme: das Live-Tracken macht im Grunde ziemlich wenig Sinn, da die Aktion weder über Twitter versendet wird oder sonst wo sichtbar ist. Man kann nur auf gut Glück auf das Sportstracker-Profil der Person gehen und würde dort dann den aktuellen Weg sehen.
Aber auch die Nutzung nach dem Upload ist nicht wirklich gut gelöst. Der Track ist nur innerhalb von Nokia Sportstracker verfügbar und kann nicht in die eigene Webseite oder Blog integriert werden. Das Einzige was man machen kann, ist den Pfad als .kml für Google Earth exportieren. Google Maps kann diese Datei übrigens ebenfalls anzeigen. Die Datei muss nur online gespeichert sein und dann kann man den Pfad in die Suchleiste bei Google Maps eingeben:


Größere Kartenansicht

Dieser Workaround ist einerseits nur eine sehr abgespeckte Nutzung der Daten; Bilder und Videos werden dabei nicht angezeigt, außerdem ist er wohl auch nicht für jeden User verständlich.

Was außerdem schwer zu kommunizieren sein wird, ist die Tatsache, dass die Daten unter Sportstracker zu finden sind. Warum legt man die beiden Dienste nicht gleich zusammen und kommuniziert nur noch einen Namen?

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Akkuverbrauch. Klarerweise zehrt eine ständig offene Datenverbindung und aktiviertes GPS gehörig am Akku. Dies führt neben dem ohnehin schwachbrüstigen Akku zu einer weiteren dramatischen Verkürzung der Erreichbarkeit und man schafft definitiv keinen ganztägige Stadtbesichtigung mit aktiviertem Tracking.

Die offene Datenverbindung ist auch ein eindeutiges Killer-Argument, warum man die Anwendung im Ausland nicht nutzen wird. Die Kosten für Datenroaming sind einfach zu unattraktiv und unübersichtlich, kaum jemand wird dafür eine hohe Telefonrechnung riskieren. Gerade dort würde so eine Anwendung meines Erachtens aber am meisten bringen, zuhause hält sich der Mehrwert doch etwas in Grenzen.

Nichtsdestotrotz macht die Anwendung Spaß und lässt auf bessere Integration und Nutzungsmöglichkeiten hoffen.

Den Spaziergang in voller Pracht kann man hier unter Sportstracker betrachten.

Die Bilder habe ich auch bei Ovi raufgestellt. Diese Gallery lässt sich super einbinden und man hat auch mehrere Varianten zur Auswahl:

Series60 – Screenshots

December 11th, 2008   •   no comments   

Falls ihr euch fragt, wie die ganzen Screenshots auf dieser Seite entstanden sind, kann ich euch nur auf die Seite von Antony Pranata verweisen. Er bietet dort ein einfaches wie geniales Programm unter GNU GPL (General Public License) an, mit dem man einfach und schnell Screenshots von seinem Symbian S60 Handy machen kann.

Das Tool bietet auch die Möglichkeit, sehr sinnvoller Einstellungen vorzunehmen:

  • Aufnahme-Modus (nur 1 Screenshot oder alle 2-5-10 Sekunden)
  • Anpassung des Shortcuts für den Screenshot
  • Bildformat (JPEG, PNG, BMP oder MBM – in verschiedenen Qualitäten)
  • Speicherort (Telefon oder Speicherkarte)
  • Benennung der Datei
  • Benennung des Ordners, in dem gespeichert wird
  • Verzögerung bei der Aufnahme (sofort, 1-5-10-30 Sekunden)

Mobile Google Street View – Series 60

December 10th, 2008   •   no comments   

Auf dem iPhone funktioniert es seit Firmware 2.2 (in Englisch), jetzt kann man auch mit einem S60-Handy virtuell durch die Straßen gehen.

Die Einbindung von Street View in Google Maps Mobile ermöglicht noch realistischeres Navigieren durch eine unbekannte Stadt und das Erkunden von neuen Orten. Einem kurzer Ausflug auf den Times Square steht somit nichts mehr im Weg. Sofern an dem gewünschten Ort Street View schon vorhanden ist, in Österreich ist mir noch keine erfasste Stadt bekannt. Überhaupt sind die in Street View erfassten Gegenden in Europa noch Mangelware. Gut zu erkennen im Bild “Street View in Europa” anhand der blauen Markierungen.

Eine Wertung von Street View will ich hier bewußt nicht machen, auch wenn ich die Bedenken von Datenschützern gut nachvollziehen kann.

Via Google Mobile Blog (in Englisch)

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