Wikipedia trifft Panoramio trifft Android

November 11th, 2008   •   4 comments   

Mobilizy ist ein Salzburger Startup mit der genialen Idee Wikipedia-Artikel, welche mit Geo-Koordinaten versehen sind, mit Panoramio Fotos zu kreuzen und dann das Ganze auf Android Handsets verfügbar zu machen.

Idee ist so einfach wie genial, man betrachtet seine Umgebung durch das Handy und es werden Information und Bilder zu den relevanten Bauwerken und Plätzen eingeblendet. Das Produkt nennt sich Wikitude AR Travel Guide

Mobilizy

Hier ein Video, welches ziemlich gut zeigt worum es geht:

Es freut mich das es ein österreichisches Startup mit so einer guten Idee auch wirklich den verdienten Support bekommt und bei der Google Developer Challenge 2008 unter die Top50 gekommen ist.

Der Beginn der Walled Gardens

October 7th, 2008   •   5 comments   

Viele in der mobilen Welt sehen das Ende der Walled Gardens (engl.) herannahen. T-Mobile, Vodafone, Orange & Co haben seit dem Beginn mobiler Datendienste die Kunden in ihrer Welt gehalten und versucht sie so zu binden. Netzinterne SMS und MMS sind nach wie vor teilweise günstiger, das WAP bzw. Web-Portal ist ebenfalls frei oder günstiger und vor allem vorkonfiguriert. Datenpakete teilweise auf HTTP-Trafik limitiert, natürlich nur im Kleingedruckten. Die meisten Betreiber sehen jedoch ihre Gewinne mit reiner Telefonie dahinschwinden, bei steigenden Umsätzen und sehen daher ihre Zukunft in den mobilen Datendiensten. Dies führt dazu das sie ihre Walled Gardens schön langsam öffnen und sich der Markt mobiler Anwendungen zu entwickeln beginnt. Von einem Massenmarkt sind wir, auch wenn wir mobilen Jünger das oft anders sehen, noch meilenweit entfernt.

Was ist der Preis?

Auch wenn die Fesseln der Mobilfunker noch nicht gesprengt sind, werden schon neue geschmiedet. Nur sind es dieses mal nicht die Betreiber sondern die Gerätehersteller. Ausgehend von Apple entwickeln sich derzeit neue Walled Gardens. RIM (Blackberry) arbeitet laut Crunchgear (engl.) an einem BlackBerry Application Center. Googles Android wird einen Android Market (engl.) mitbringen. Am weitesten geht allerdings Nokia und versucht Apple mit den eigenen Waffen zu schlagen. Mit “Comes with Music” will Nokia seine Kunden nicht über Software sondern mit Musik an sich binden. Das “Musik-Abo” kommt mit dem Gerät und wird mit einem neuen Gerät verlängert. Mit “Laden!” gibt es von Nokia für S60-Geräte schon seit längerem einen de facto App Store, hat nur nicht funktioniert.

Kundenbindung über Content

Apple fesselt bindet seine iPod/iPhone-User sowohl über die Kombination iTunes und dort sortierte Inhalte, als auch über Anwendungen aus dem App Store. Andere Hersteller wollen seine Kunden über die Anwendungen binden. Eine im BlackBerry Application Center wird sich schlecht auf ein Gerät eines anderen Herstellers laden lassen. Nokia-Anwendungen werden nicht auf dem G1 (engl.) laufen. Android wird kein iPhone unterstützen…

Dadurch ergibt sich ein neues Bild in der mobilen Landschaft. Bis jetzt war es leicht sein Mobiltelefon, aber schwierig seinen Betreiber zu wechseln.

Spätestens seit der Rufnummernportierung ist das kein Problem mehr. Einzig die Mindestvertragsdauer von üblicherweise 24 Monaten war bislang ein Hindernis. Doch sogar diese beginnt schon zu bröckeln. Der österreichische Mobilfunkanbieter tele.ring (2006 von T-Mobile übernommen) wirbt gerade mit Angeboten ohne Bindung (wenn man kein subventioniertes Gerät nimmt).

Dies deutet darauf hin das in Zukunft das Gerät die Bindung ist, nicht mehr der Betreiber. Ob das nun besser oder schlechter ist, sei dahingestellt.

Wenngleich es sehr gut ist das der Download von Software auf sein Handy vereinfacht und komfortabler wird, wäre es doch wünschenswert wenn Softwareanbieter mit innovativen Ideen darauf reagieren und die Portierung von einer Plattform zur nächsten ermöglichen.

Die Lösung?

Einen Ausweg aus dieser Plattform-Problematik könnte sich in Webanwendungen finden. Wenn zumindest die Browser auf Standards setzen und diese vielleicht noch auf Gerätefunktionen (GPS, Telefonbuch, …) zugreifen könnten, ließe sich die gesamte Problematik recht einfach umgehen und den Kunden eine echte Freiheit bringen.

Kunden wollen Lösungen, sie interessieren sich nicht für Geräte, Plattformen oder gar Hersteller bzw. Betreiber aber sie wollen es einfach!

Mobile-OS Landschaft konsolidiert sich

June 24th, 2008   •   2 comments   

Wie heute bekannt geworden ist, haben sich Nokia, Sony Ericsson, Motorola, NTT DoCoMo und einige weitere Branchengrößen zur Symbian Foundation zusammengetan um gemeinsam eine Plattform für mobile Software zu entwickeln bzw. die Betriebssysteme S60, UIQ und MOAP gemeinsam weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll das Ganze innerhalb von 2 Jahren unter Eclipse Public License 1.0 veröffentlicht und somit Open Source werden.

Ich werte diesen Schritt als eine Maßnahme um langfristig stabil gegen die diversen Linux mobile Betriebsysteme android, openMoko und LiMo, Apple mit dem iPhone und Windows Mobile Bestand zu haben.

Ich hoffe, dass sich dadurch der Wildwuchs der Handy-OS bald erledigt und Unternehmen und Entwickler bald auf einheitliche Standards und Entwicklungsumgebungen aufbauen können. Ich sehe dies als wichtigen Schritt um die mobile Technologie auf die nächste Evolutionsstufe bringen zu können und die neuen Möglichkeiten der breiten Maße mit akzeptablem Aufwand zugänglich zu machen.

Übersicht der wichtigsten Handy-OS:

Mobile-OS Overview

zur Presseerklärung (auf Englisch)

Via futurezone

Wo sind meine Freunde?

May 15th, 2008   •   no comments   

Watchee

Mit watchee gibt es nun, meines Wissens, die erste Anwendung die neben 8motions auf die freie Zellinformations-Datenbank OpenCellID zugreift.

watchee hat es sich zum Ziel gesetzt damit eine Friend-finder Anwendung anzubieten, die mit Hilfe von GPS oder eben Zellinformationen seine Buddies lokalisiert.

Die Idee eines Friend-Finder ist nicht wirklich neue, bietet aber doch einige ganz interessante Anwendungsfälle:

  • kurzfristiges Treffen mit Freunden, weil sie in der Nähe sind
  • Wo sind meine Kinder? (Halte ich Persönlich für unnötig!)
  • Lost? Wo bin ich? z.B. in einer fremden Stadt

Jedoch finde ich, dass so ein Dienst für sich alleine kaum einen Sinn macht. Als Zusatzfunktion zu einem Social-Network, sieht die Sache anders aus. Dort habe ich schon meine “web-affinen” Kontakte, hier kann die Verknüpfung zum realen Standort die Pflege des Netzwerkes positiv unterstützen. Dies könnte auch der Grund sein, warum noch keines dieser Produkte wirklich Erfolg hatte, selbst die Bestrebungen der Mobilfunker verliefen im Sand.

Den Versuch Twitter mit so einem Dienst zu verknüpfen, gibt es mit twitxr und twittervision auch schon.

Generell bin ich schon etwas skeptisch, wenn es um das X-te social network geht und um nichts anderes handelt es sich dabei. Die Verknüpfung eines solchen Dienstes mit bestehenden, wäre hier viel spannender.

Man darf gespannt sein, ob die Bestrebungen von Google mit OpenSocial und Friend Connect auch mobile Anwendungen erlauben. Hoffentlich schon, aber nicht nur mit Android.

Via: 8motions

Videostream vom Handy

May 6th, 2008   •   1 comment   

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ich bin auf einem coolen Event und möchte meine Freunde daran teilhaben lassen. Alles was ich mithabe, ist meine Brieftasche, meine Schlüssel und natürlich das Handy.

Qik

Letzteres kann mit Hilfe von Qik dazu genutzt werden, den Event live zu streamen. Der Stream kann entweder auf der persönlichen Seite auf Qik angesehen werden oder natürlich auch in die eigene Seite eingebaut werden.

Qik enables you to share moments of your life with your friends, family and the world – directly from your cell phone!

Keep your world in the know, share a laugh, tell engaging stories. Just point your cell phone and stream video live to your your friends on Twitter, Facebook, Blogs, etc. OR use your cell phone like a camcorder and stream hours and hours of video without worrying about storage on your cell phone.

Der Dienst ist derzeit noch in Alpha, funktioniert aber bereits ausgezeichnet! Man sollte dabei jedoch beachten, dass durch das streamen von Video große Datenmengen übertragen werden, was zu hohen Kosten führen kann. Datentarif also schwer zu empfehlen!

kyte.tv bietet einen ähnlichen Dienst und bietet derzeit mehr Funktionen.

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