In den vergangen Wochen und Monaten wurde ich immer wieder gefragt, ob es notwendig ist, eine iPhone App zu haben. Ich muss vorausschicken: Ich bin kein Freund von Apps und halte es mit dem Running Gag vom Castlecamp 2010 in Kaprun “Braucht jeder Depp a App?” Bereits vor einiger Zeit habe ich meine Meinung dazu um einen weiteren und eigentlich sehr ernst gemeinten Satz erweitert:
“Wer braucht schon einen Nutzen, wenn man eine App haben kann!”
So fällt es mir unter anderem recht schwer, einen Nutzen in den zahlreichen Hotel-Apps zu sehen. Ich würde bei diesen Apps wirklich zu gerne die Downloadzahlen der App mit den Aufrufen der Hotelwebseite durch mobile Geräten vergleichen. Ich wage zu behaupten, dass letzteres stärker genutzt wird und man daher dort beginnen sollte. Das Geld für eine App halte ich zum Beispiel in ein Glas Sekt für die Gäste oder eine kostenlose Massagen besser investiert. Skaliert zwar nicht so gut, bietet dem Gast dafür in der Regel einen deutlich stärkeren Nutzen und bleibt auch länger im Kopf.
Aus diesem Grund rate ich auch in den meisten Fällen zu folgender Strategie:
Abschließend noch ein paar Lesehinweise für alle, die sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchten:
Etwas weniger drastisch als ich und eher von Kosten/Nutzen-Seite betrachtet hat dies Inc. Technology.com.
IntoMobile berichtet über eine Studie von OpenCloud die aussagt, dass sich Nutzer gar nicht um Apps kümmern. Die meisten User begnügen sich mit dem SMS, Telefonie, Email, einem Browser, der Kamera und Karten.
Das es aber auch anders geht und eine Hotel-App auch gut gemacht sein kann, zeigt das Hotel Weitzer in Graz mit der App Graz Secrets.
Das Headerbild kommt von MobileMonday Austria.
ganz meine Rede – ähnlich wie bei Social Media heißt es auch beim Appstore “da müssen wir dabei sein” – idR leider ohne Plan und Ziel (wenn man mal von dem Ziel dabei zu sein absieht